{"id":1394,"date":"2021-06-27T21:00:00","date_gmt":"2021-06-27T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/nyumbani.ch\/?p=1394"},"modified":"2021-06-27T21:23:32","modified_gmt":"2021-06-27T21:23:32","slug":"erlebnisse-an-der-hohen-kueste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/2021\/06\/27\/erlebnisse-an-der-hohen-kueste\/","title":{"rendered":"Midsommar"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">H\u00f6ga Kusten heisst der K\u00fcstenabschnitt zwischen H\u00e4rn\u00f6sand und \u00d6rnsk\u00f6ldsvik. Die Region r\u00fchmt sich als die h\u00f6chste K\u00fcstenlinie der Welt und wurde im Jahr 2000 zum UNESCO-Naturerbe erkl\u00e4rt. Die K\u00fcste steigt ziemlich schnell aus den Fluten empor (aktuell ungef\u00e4hr 8mm pro Jahr) und ist anscheinend die boomende Tourismusregion in Schweden, wie wir im Informationszentrum erfahren haben. Dieses Zentrum &#8211; Naturum genannt &#8211; liegt neben dem beliebten Skuleskogen Nationalpark und l\u00e4sst uns aufgrund der vorhandenen Infrakstruktur erahnen, welche Massen an Touris wohl hier im Sommer erwartet werden. Bei unserem Besuch im Caf\u00e9 auf dem Gel\u00e4nde war es jedoch noch immer sehr ruhig und zwei seltene Besucherexemplare (asiatische Touristen) l\u00f6sten bei uns schon fast Heimweh nach Interlaken aus. Ausger\u00fcstet mit Kartenmaterial zogen wir uns auf einen Camping am Meer zur\u00fcck, um unsere weiteren Aktivit\u00e4ten zu planen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p>Eine Wanderung sp\u00e4ter stellten wir unser Auto auf einem Platz ab, der am Abend Schauplatz eines Spektakels wurde, welches wir zuvor schon an anderen Orten beobachten durften. Auf den hiesigen Strassen und auf abgelegenen Parkpl\u00e4tzen sind die &#8222;Tractor Boys und Girls&#8220; unterwegs. &#8222;A-Traktors&#8220;, coole Autos, meist Pickups, schleichen langsam und mit einem grossen, gelb-roten Warndreieck \u00fcber die Landstrassen. Am Steuer: Jugendliche. Bei den ersten Exemplaren vermuteten wir noch technische Probleme, aber nun sind wir gescheiter. Ein altes Gesetz erlaubt es den Bauern seit geraumer Zeit, Serienautos f\u00fcr landwirtschaftliche Zwecke umzubauen. Diese d\u00fcrfen offiziell nur maximal 30km\/h fahren und d\u00fcrfen ab 15 Jahren man\u00f6vriert werden. Am Steuer sitzen l\u00e4ngst nicht mehr die Bauern, sondern die Teenager. Der Coolness-Faktor eines solchen Gef\u00e4hrts ist nat\u00fcrlich um einiges gr\u00f6sser als der eines Mopeds und offenbar habe sich der Trend mittlerweile auch in die st\u00e4dtischen Regionen ausgebreitet, wie wir erfahren haben. Wer entsprechende Unterst\u00fctzung von zu Hause hat, kann jedenfalls auch mit einem gedrosselten Tesla oder Porsche herumcruisen. Die meisten Autos sind zwar ziemliche Rostbeulen, aber auch wir haben schon Teenies am Steuer von gl\u00e4nzenden SUVs \u00fcberholt. Gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Jedenfalls scheint es ein beliebtes Hobby zu sein, an den Autos herubzubasteln und diese zum Beispiel mit dr\u00f6hnenden Soundanlagen auszur\u00fcsten. Abends trifft man sich, bevorzugt auf etwas abgelegenen Pl\u00e4tzen, um zu zeigen, was man hat und vielleicht noch die eine oder andere Reifenspur auf den Asphalt zu zeichnen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"740\" height=\"370\" src=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/a-traktor.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1405\" srcset=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/a-traktor.jpg 740w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/a-traktor-300x150.jpg 300w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/a-traktor-600x300.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px\" \/><figcaption>A-Traktor<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Auch die beiden Jungs auf unserem \u00dcbernachtungplatz f\u00fchrten einander ihre Modelle vor. Ihre beiden Zahnspangen blitzten simultan auf, als ein gewaltiges Motorenger\u00e4usch aufheulte &#8211; notabene aus dem Subwoover des offenen Kofferraums, also nur &#8222;fake&#8220;. Daneben stehend, l\u00e4ssig mit Bierdose in der Hand, schauten sie verschmitzt \u00fcber den Platz und unsere Blicke liessen sie gerade ein wenig in die H\u00f6he wachsen. Rebi meinte sogar, am Kinn des einen Tractor Boys soeben das erste Barthaar spriessen gesehen zu haben, war sich aber nicht ganz sicher, wegen der grossen Entfernung&#8230; <\/p>\n\n\n\n<p>Bald wurde es jedoch wieder ruhig, denn gewiss mussten auch diese beiden coolen Typen in diesen Tagen zu Hause mit anpacken, schliesslich putzte sich das ganze Land f\u00fcr den nahenden Mittsommertag heraus &#8211; das Ereignis des Jahres f\u00fcr die Schweden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p>In der Nacht wurde Mojo pl\u00f6tzlich unruhig. Etwa eine halbe Stunde sp\u00e4ter zog ein gewaltiges Gewitter \u00fcber uns hinweg, und wir waren froh, nicht gerade mit dem Zelt unterwegs gewesen zu sein. Der folgende Tag war &#8222;himuleid&#8220;, weshalb wir den Besuch des Nationalparks aufschoben und uns stattdessen in \u00d6rnsk\u00f6ldsvik auf Einkaufstour begaben. Wir lernten: Die Landi in Schweden heisst Granng\u00e5rden, das Bau+Hobby heisst ByggMax. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG_20210622_141417-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1406\" srcset=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG_20210622_141417-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG_20210622_141417-300x225.jpg 300w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG_20210622_141417-768x576.jpg 768w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG_20210622_141417-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG_20210622_141417-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG_20210622_141417-600x450.jpg 600w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/IMG_20210622_141417-945x709.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Landi-Fan Rebi erforscht das Sortiment<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Tags darauf erkundeten wir bei freundlicherem Wetter den Skuleskogen Nationalpark. Dieser ist nicht sonderlich gross, aber von drei Seiten \u00fcber liebevoll gestaltete Eing\u00e4nge gut zug\u00e4nglich. \u00dcber sch\u00f6ne, aus dunklem Holz gefertigte Stege f\u00fchrt der Weg zun\u00e4chst kinderwagen- und rollstuhltauglich eine kurze Strecke in den Park hinein. Eine tolle Plattform mit Infotafeln, Feuerstelle, ein Schopf bis unters Dach gef\u00fcllt mit Feuerholz, rollstuhlg\u00e4ngige Toiletten sowie eine Entsorgungsstation sind ebenfalls vorhanden. Wenn auch wir mal einen Nationalpark bauen, &#8230;ach, lassen wir das. Nur noch etwas: An diversen Orten im Park stehen \u00dcbernachtungsh\u00fctten, welche so sch\u00f6n hergerichtet sind, dass man fast nicht glauben kann, den Park ohne Eintrittsgeb\u00fchr betreten zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/steg-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1411\" data-full-url=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/steg.jpg\" data-link=\"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/2021\/06\/27\/erlebnisse-an-der-hohen-kueste\/steg\/\" class=\"wp-image-1411\" 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Park von der Westseite her und genossen jeden Meter der abwechslungsreichen Strecke. Nach einigen Kilometern bogen wir in den Weg ein, der parallel zur K\u00fcste durch das Gebiet verl\u00e4uft. Dieser Weg ist Teil des H\u00f6ga Kustenleden, eines beliebten Wanderwegs, der sich \u00fcber 130km erstreckt. Sofort wimmelte es von Menschen, denn unweit unserer Einbiegestelle stellt eine markante, enge Schlucht die (offizielle) Hauptattraktion des Parkes dar. Um dahin zu gelangen, m\u00fcssen einige H\u00f6henmeter halb kraxelnd \u00fcber grosse Steine bew\u00e4ltigt werden. Wir schauten zun\u00e4chst auf die vielen Wandererf\u00fcsse, die in Wanderschuhen, zum Teil aber auch in Converse-Sneakers oder gar Birkenstock-Sandalen steckten, dann einander an und waren uns einig: retour. Zwei Kilometer zur\u00fcck machten wir Pause auf einer Kuppe, von wo wir wundersch\u00f6ne Aussicht auf die Felsen und W\u00e4lder des Parks, sowie auf das Meer genossen. Nebst dem Rauschen des Winds und dem Vogelgezwitscher ert\u00f6nte nur ab und zu &#8211; und \u00fcberhaupt nicht st\u00f6rend &#8211; ein Schrei, wenn wieder jemand in der Steigung zur Schlucht ausrutschte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/pause2-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1412\" srcset=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/pause2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/pause2-300x225.jpg 300w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/pause2-768x576.jpg 768w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/pause2-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/pause2-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/pause2-600x450.jpg 600w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/pause2-945x709.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die Schreie st\u00f6rten ihn nicht<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p>Da es sich sehr gut anf\u00fchlte, wieder einmal den Meeresduft in der Nase zu haben, wollten wir nochmal etwas n\u00e4her ans Wasser. In Skeppsmaln, einem winzigen Fischerdorf, gibt es einen sehr gem\u00fctlichen Stellplatz ganz nah an den Sch\u00e4renfelsen. Wir genossen einen richtig gem\u00fctlichen Nachmittag auf den warmen Felsen und machten uns am Abend erneut auf, um am Wasser ein kleines Feuer zu entfachen und den endlosen Sunset zu betrachten. Unser Feuer brannte wundersch\u00f6n, aber nicht lange. Es lockte einen Schweden an, der uns erkl\u00e4rte, dies sei nicht gestattet und zerst\u00f6re den Fels. Sofort ausmachen! Wir spurten nat\u00fcrlich und l\u00f6schten umgehend unser Feuer nach seinen Anweisungen mit Wasser. Immerhin bot er uns an, die Feuerstelle seiner Gruppe zu ben\u00fctzen. Nils nahm dieses Angebot an und durfte dort den Erl\u00e4uterungen eines zweiten Schweden lauschen, wonach das Schlimmste f\u00fcr den Fels sei, wenn man diesen mit Feuer erhitze und dann mit Wasser abschrecke. So habe man das fr\u00fcher in den Minen gemacht, um den Fels zu sprengen. Der erste Schwede senkte den Blick und sagte nichts mehr dazu. Nils auch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir r\u00e4umten sp\u00e4ter die Reste unseres kleinen Feuers weg, um eventuelle Nachahmer nicht auf dumme Ideen zu bringen. Der grossen Felsplatte geht es \u00fcbrigens gut, sie hat unser Missgeschick schadlos \u00fcberstanden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"781\" src=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/feuer-1024x781.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1413\" srcset=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/feuer-1024x781.jpg 1024w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/feuer-300x229.jpg 300w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/feuer-768x586.jpg 768w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/feuer-1536x1172.jpg 1536w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/feuer-2048x1562.jpg 2048w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/feuer-600x458.jpg 600w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/feuer-945x721.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>der Tatort<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der kleine Ort Skeppsmaln verzeichnete letztes Jahr dreimal so viele Besucher wie in den Jahren zuvor. Wir vermuten, dass die Vehemenz der Zurechtweisung wegen unserem Feuer auch ein wenig mit den steigenden Besucherzahlen zusammenh\u00e4ngt. Offenbar haben sich auch viele Schweden letztes Jahr ein Wohnmobil angeschafft und ehemalige Geheimtipps wurden \u00fcberrannt. Auch wir haben schliesslich den Weg hierhin durch Hinweise anderer Touris gefunden und sind ebenfalls Teil dieses ansteigenden Touristenstroms. Wir hoffen jedenfalls, der Charme dieses kleinen Orts bleibt noch lange erhalten und dass die Anwohner von den vielen zuk\u00fcnftigen Besuchern profitieren k\u00f6nnen und sich nicht \u00e4rgern m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gespr\u00e4ch mit der Gruppe zun\u00e4chst etwas erz\u00fcrnten, dann aber doch recht freundlichen Einheimischen hatte jedoch auch noch etwas Spezielles zu bieten. Als ich unser Herkunftsland erw\u00e4hnte, stand pl\u00f6tzlich eine Frau vom etwas entfernten Tisch auf und sagte strahlend: &#8222;Kommsch us dr Schwiiz?&#8220;. Es stellte sich heraus, dass sie vor vielen Jahren ein Jahr als Au-Pair in Sch\u00f6nried gewesen war und in dieser Zeit zwar kaum Hochdeutsch, daf\u00fcr ein pr\u00e4chtiges &#8222;Schwedisch-Oberlendisch&#8220; gelernt hatte. So ein lustiger Zufall!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p>Vor unserer Feueraktion kamen wir auf dem Weg zu den Felsen noch mit einer anderen einheimischen Familie ins Gespr\u00e4ch. Sie interessierten sich ein klein wenig f\u00fcr uns und ganz fest f\u00fcr Mojo. Spontan wurden wir f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag eingeladen, mit ihnen einen Mittsommer-Ausflug mit dem Boot zu unternehmen. So standen wir am n\u00e4chsten Tag zur vereinbarten Zeit im kleinen Hafen parat und wurden von einem strahlenden, braungebrannten Kapit\u00e4n abgeholt. Er hatte seine Frau und die beiden Kinder vorg\u00e4ngig auf einer der Sch\u00e4reninseln abgesetzt und freute sich auf die zus\u00e4tzliche Fahrt mit uns. Daniel liebt sein Boot. Und das Boot ist schnell.<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr eine Fahrt! Bei perfektem Wetter flitzten wir \u00fcber eine fast wellenlose Ostsee, zwischen den Felsinseln hindurch, zum Rest der Familie. Daniels Frau ist auf einer dieser Inseln aufgewachsen und so verbringen die vier ihre gemeinsame Freizeit wann immer m\u00f6glich auf den diversen Inseln. Es war eindr\u00fccklich zu sehen, wie sich die beiden Kinder stundenlang nur mit dem besch\u00e4ftigen konnten, was der Strand hergab (wenn sie nicht gerade Mojo streicheln mussten, denn offensichtlich hatten sie sich beide in ihn verliebt).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug3-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1416\" data-full-url=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug3.jpg\" data-link=\"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/2021\/06\/27\/erlebnisse-an-der-hohen-kueste\/ausflug3\/\" class=\"wp-image-1416\" srcset=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug3-1024x768.jpg 1024w, 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\/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach dem Picknick auf der ersten, felsigen Klippe fuhren wir auf die Insel Trysunden, welche einen kitschigen, kleinen Hafen hat, sowie eine Jugendherberge und ein kleines Caf\u00e9. Vor den diversen roten Ferienh\u00e4uschen genossen die Besitzer ihren pr\u00e4chtigen Mittsommertag. Andere Ausfl\u00fcgler legten mit protzigen Yachten an und wir sch\u00e4tzten den durchschnittlichen Alkoholpegel der Crewmitglieder auf ca 2 Promille&#8230; Es herrschte reges Treiben am Hafen. Wir schleckten eine Glace und litten mit all denjenigen mit, die jetzt am Nachmittag schon gl\u00fchend rote Haut hatten, denn die Sonne stand immer noch sehr hoch am Himmel. Wir erfuhren, dass das Wetter am Mittsommertag kaum je so perfekt mitspiele wie dieses Jahr. Es kann durchaus sein, dass am l\u00e4ngsten Tag des Jahres dieselbe Temperatur herrscht, wie zu Weihnachten. Deshalb hat die Sonnencreme wohl nicht in jedem Boot einen fixen Platz&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug4-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1418\" srcset=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug4-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug4-300x225.jpg 300w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug4-768x576.jpg 768w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug4-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug4-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug4-600x450.jpg 600w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ausflug4-945x709.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>An einem ruhigeren Ort folgte Picknick Nummer zwei mit unseren Freunden, bevor wir wieder aufs Festland \u00fcberf\u00fchrt wurden. Der Abschied fiel den Kindern schwerer als Mojo, letzterer war von der Bootsfahrt ziemlich groggy. Wir trotteten v\u00f6llig happy vom Hafen zur\u00fcck zu unserem Zuhause, die Haare von der wilden \u00dcberfahrt zerzaust und Salzgeschmack auf den Lippen. Eine weitere, bereichernde Begegnung war das gewesen. Wir hofften im Vorfeld insgeheim, den Mittsommertag irgendwie authentisch erleben zu k\u00f6nnen, machten uns aber in diesen speziellen Zeiten wenig Hoffnungen. Umso mehr haben wir das Gef\u00fchl, einmal mehr Gl\u00fcck gehabt zu haben und einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort (mit dem richtigen Hund) gewesen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-rounded\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ride-like-the-wind-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1419\" srcset=\"https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ride-like-the-wind-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ride-like-the-wind-300x225.jpg 300w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ride-like-the-wind-768x576.jpg 768w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ride-like-the-wind-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ride-like-the-wind-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ride-like-the-wind-600x450.jpg 600w, https:\/\/nyumbani.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ride-like-the-wind-945x709.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00f6ga Kusten heisst der K\u00fcstenabschnitt zwischen H\u00e4rn\u00f6sand und \u00d6rnsk\u00f6ldsvik. 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Die K\u00fcste steigt ziemlich schnell aus den Fluten empor (aktuell ungef\u00e4hr 8mm pro&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/2021\/06\/27\/erlebnisse-an-der-hohen-kueste\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1421,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-1394","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-schweden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1394"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1394\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1426,"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1394\/revisions\/1426"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nyumbani.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}