Für zwei Tage beherbergte uns dieses kleine, gut versteckte Tal im Prättigau. Kaum von der Hauptstrasse abgebogen, ging es in steilen Kurven bergauf durch das kleine Dörfchen Pany und weiter Richtung St. Antönien. Eine schmale Zufahrtsstrasse führte uns dann weiter ins Gafiatal, wo wir den Motor unseres Autos für unseren letzten Stop in der Schweiz auf dem hintersten öffentlichen Parkplatz im Tal abstellten.

Die Autotüren gehen auf und es ist einfach still, nur leise rauscht ein kleiner Bach das Tal hinab.

Ankunft im gafiatal

Langsam stiegen wir aus, gingen um unser Auto, bestaunten die imposante Kulisse und spürten, wie sich die Ruhe der Berge direkt auf uns übertrug. Vorsichtiger als sonst führten wir die üblichen Handgriffe aus, um unseren Camper für die Nacht vorzubereiten – unbewusst wollten wir diese Idylle nicht stören.

Die Region ist beliebt bei Wanderern und Skitourengängern und das Tal ein idealer Ausgangspunkt dafür. Deshalb stehen den Besuchern entlang der Talstrasse immer wieder einfache Wanderparkplätze zur Verfügung, auf denen auch übernachtet werden darf. Ein kleiner Betrag kann dafür in einem Couvert in einen Briefkasten deponiert werden. Es gibt sie zum Glück noch, diese tollen Möglichkeiten für Camper in der Schweiz, und dies bleibt hoffentlich auch nach diesem speziellen Sommer so…


Auf dem Rückweg entschieden wir uns wegen dem tollen Spätsommerwetter noch zu einem Besuch der kleinen Badi in Pany.

Wow – was für ein Juwel! Munzig klein, die Aussicht atemberaubend, und das Wasser im Becken klar und erfrischend wie in einem Bergsee. Wir schwammen freudig hin und her, bis die Bewegungen von der Kälte immer unkoordinierter und der Wunsch nach wärmenden Sonnenstrahlen immer grösser wurde.

frisch aufgetaut